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Strahlende Augen und sorgenfreie Herzen beim Tanztee für Senioren in Hennef

Im Rahmen der Demenzwoche 2019 lud die Demenzhilfe Hennef/Sankt Augustin/Siegburg in Kooperation mit der Tanzschule Lars Stallnig zu einem kostenfreien Tanznachmittag für Menschen mit und ohne Demenz ein.

 

Für die alltäglichen Sorgen war hier sichtlich kein Platz! Am 24.09.2019 schwangen rund 50 Seniorinnen und Senioren aus dem Umkreis ganz ungezwungen, und jeder wie er eben noch konnte, das Tanzbein. Angeleitet wurde das Tanzen von Hans Georg Stallnig aus Köln, der direkt zu Anfang klarstellte: Berührungsängste braucht hier keiner haben! Mit viel Herz, Charme und Energie brach Herr Stallnig schnell das Eis bei allen Beteiligten und schon blieb keiner mehr allein! Egal ob groß oder klein, dick oder dünn, mit oder ohne Demenz, hier waren alle mit dabei. 

„Ich habe mich heute extra schick gemacht, auch wenn ich anfangs Hemmungen hatte zu kommen, da ich ja nicht mehr so fit bin.“ berichtet der73-jährige Hennefer Bodo Krix mit einem verschmitzten Lächeln. Doch jegliche Hemmungen sind schnell verflogen, Sorgen vergessen und so tanzt Herr Krix, schick wie er war, mit der großen Damenauswahl flott übers Parkett. 

 

Tanzen fordert Körper und Geist! Es ist bereits bekannt, dass ein kombiniertes Gedächtnis- und Bewegungstraining helfen kann, der Krankheit vorzubeugen oder die Demenz gar aufzuhalten. Wichtig für den positiven Effekt sei, dass man beim Tanzen nicht nur körperlich aktiv ist, sondern auch den Geist fordert. Sich neue Schrittfolgen oder wiederkehrende Bewegungen zu merken, das sei der Punkt sagt Cornelia Rave, Inhaberin von Hilfe für Helfende – Demenzbetreuung und Alltagsbegleitung.

 

Da das ausreichende Trinken bei Bewegung, besonders im fortgeschrittenen Alter, ebenfalls unerlässlich ist, wurden alle Teilnehmer kostenfrei mit Getränken versorgt und um die ganze Veranstaltung abzurunden, gab es leckeren Kuchen von der Bäckerei Gilgens für alle. In den Tanzpausen wurde eine Tanzdarbietung von der Bauchtanzgruppe Halea Kala aufgeführt.

 

„So etwas sollte regelmäßig angeboten werden, es ist so toll mal wieder rauszukommen und auf so viele fröhliche Menschen zu treffen.“ sprudelt es nur so aus der 90-jährigen Seniorin aus Sankt Augustin. 

Am Ende der Veranstaltung schaute man durchweg in glückliche, aber jetzt auch ein wenig erschöpfte, Gesichter. Und so war es Zeit nach Hause zu gehen und die heute erlebte, wärmende Lebensfreude im Herzen mitzunehmen. 

Im Anschluss an den Tanztee wurde ein Vortrag zum Thema Validation von der Caritas Sankt Augustin angeboten. 

 

Diese tolle Veranstaltung aufzubauen und kostenfrei anzubieten, war nur mit entsprechender Hilfe und Unterstützung möglich. Und so geht ein besonderer Dank an:

 

– Lars Stallnig für die kostenfreie Nutzung seiner Tanzschulräume & sein Engagement

– Hans Georg Stallnig für das ehrenamtliche Anleiten der Tanzveranstaltung

– Die Bauchtanzgruppe Halea Kala für den ehrenamtlichen Auftritt

– Fr. Csillik vom ASB für die Organisation der Veranstaltung im Rahmen ihrer subventionierten Tätigkeit als Koordinatorin des Demenznetztreffen Siegburg

– Die Bäckerei Gilgens für den vergünstigten Kuchen

– Die Bürgerstiftung Altenhilfe Hennef, Hilfe für Helfende Alltagsbegleitung, Krankenpflege Schuster, Kreis der Helfer, Pflegedienst Listner, Sozialpsychiatrische Zentrum Siegburg für die finanzielle Unterstützung.

Arbeitskreis „Demenz und Alltagsbegleitung“ Hennef


Einmal im Monat bieten das Unternehmen „Hilfe für Helfende“ (Demenzbetreuung und Alltagsbegleitung unter der Leitung von Cornelia Rave) in Kooperation mit der 
„Stiftung Altenhilfe Hennef“ (Fr. Hartmann) einen Arbeitskreis für Menschen mit Interesse an den Themen Demenz/ Alltagsbegleitung/Seniorenbetreuung, an. 

Dieser Arbeitskreis findet im Verzäll-Café im Generationenhaus Hennef, Humperdinckstr. 24 statt.

Die diesjährigen Termine sind voraussichtlich:

  • Freitag, 01. Februar 2019                     18:00 – 19:00 Uhr
  • Freitag, 01. März 2019                         18:00 – 19:00 Uhr
  • Freitag, 29. März 2019                         18:00 – 19:00 Uhr
  • Dienstag, 30. April 2019                       18:00 – 19:00 Uhr
  • Freitag, 31. Mai 2019                           18:00 – 19:00 Uhr
  • Freitag, 28. Juni 2019                           18:00 – 19:00 Uhr
  • Donnerstag, 01. August 2019              18:00 – 19:00 Uhr
  • Freitag, 30. August 2019                      18:00 – 19:00 Uhr
  • Dienstag, 01. Oktober 2019                 18:00 – 19:00 Uhr
  • Donnerstag, 31. Oktober 2019            18:00 – 19:00 Uhr
  • Freitag, 29. November 2019                18:00 – 19:00 Uhr
  • Montag, 30. Dezember 2019               18:00 – 19:00 Uhr

Da es sich um Einzeltermine mit unterschiedlichen Themen handelt, 
ist eine sporadische Teilnahme möglich. Eine vorherige telefonische Anmeldung wird erbeten unter: 
Hilfe für Helfende Tel: 02241 / 7 90 98
(Mo. – Fr. 9:00 – 18:00), Email: mail@hilfe-fuer-helfende.de, 
oder bei der Bürgerstiftung Altenhilfe Hennef 
Tel. 02242 / 888 – 566 (Mo. – Fr. 11:00 – 15:00)
Email: hartmann@altenhilfe-hennef.de

Ausbildung neuer Helfer zur Betreuung von Demenzkranken Menschen und Entlastung der pflegenden Angehörigen

Hennef, 31.01.2019. Schon zum dritten Mal bildet die Bürgerstiftung Altenhilfe Stadt Hennef in Kooperation mit Hilfe-für-Helfende neue Alltagsbegleiter aus, die demenzkranke Menschen zu Hause betreuen und deren pflegenden Angehörigen Entlastung bringen. Die 40-stündige Schulung, die von  Cornelia Rave, der fachlichen Leitung und Inhaberin des Unternehmens Hilfe-für-Helfende durchgeführt wird, beinhaltet neben theoretischen Teilen auch viele praktische Übungen, mit denen die Helfer auf die teils auch schwierigen Situationen in den Familien vorbereitet werden. 

Der Bedarf nach Hilfe dieser Art ist groß und die Pflegekassen unterstützen die Leistungen von ausgebildeten Helfern, wie z. B. Einkaufshilfe, Spazierengehen, Spielen oder einfach nur Gesellschaft leisten, mit finanziellen Zuschüssen aus verschiedenen Töpfen. Auch hauswirtschaftliche Leistungen dürfen aus diesen Zuschüssen finanziert werden. 

Interessierte pflegende Angehörige sind in dem Kurs auch herzlich willkommen. Mit dem Wissen des Kurses lässt sich die oft stressreiche, häusliche Situation meistens deutlich entspannen, so dass der Pflegealltag leichter gemeistert werden kann. Pflegenden Angehörigen erstatten die Pflegekassen i.d.R. die Kurskosten. Für zukünftige Helfer im Team kostet der Kurs 70 Euro, die später erstattet werden. 

Vor zwei Jahren suchte die Bürgerstiftung den Schulterschluss zum Unternehmen Hilfe-für-Helfende. Ein Schwerpunkt dieser Zusammenarbeit ist die Aus- und Weiterbildung der Helfer. Damit die Mitarbeiter beider Einrichtungen und auch die pflegenden Angehörigen immer auf dem neuesten Stand sind, bietet Cornelia Rave einmal monatlich im Verzäll-Café einen kostenlosen Themenabend mit einem kleinen Vortrag an.  Jeder ist dazu nach telefonischer Anmeldung herzlich eingeladen. 

Termine des Kurses: samstags 10-16 Uhr am  23.02., 09.03., 23.03., 06.04 (oder 30.03.), 04.05., und 18.05.2019.  Ort: Verzäll-Café des Seniorenbüros, Humperdinckstr. 24, Hennef. Weitere Informationen zu den Unterstützungsangeboten und zu den Themenabenden erhalten Sie bei: Bürgerstiftung Altenhilfe, Jutta Hartmann, 02242/888–566 und -/888-567 (Mo -Fr 10-12 Uhr) und Hilfe-für-Helfende, Cornelia Rave 02241 / 790 98.

Neue Leistungen der Pflegekassen in 2015

In 2015 gibt es erfreuliche Verbesserungen für alle Pflegeversicherten, von denen die wichtigsten hier vorgestellt werden sollen

  1. Die Leistungen der Pflegestufen erhöhen sich zwischen 2,5 % und 4 %. Im einzelnen sieht das so aus:

    Sachleistung für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompeten
    Pflegestufe 0          231 €
    Pflegestufe 1          689 €
    Pflegestufe 2       1.298 €
    Pflegestufe 3       1.612 €

  2. Die Leistungen der Verhinderungs- und Kurzzeitpflege erhöhen sich für alle Pflegestufen auf jeweils 1.612 €, wobei bis zu 50 % einer jeweiligen Leistung für die andere Leistung verwendet werden können. D. h., es stehen bis zu 2.418 € für Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege zur Verfügung.
  3. Eine wichtige Veränderung in 2015 ist die Möglichkeit, bis zu 40 % der Pflegesachleistung für Betreuungs- und Entlastungsleistungen zu verwenden. Diese sog. haushaltsnahe Dienstleistung muss allerdings von einem Dienstleister mit der erforderlichen Genehmigung der Landesregierung erbracht werden. Eine Liste dieser Anbieter kann Ihnen Ihre Krankenkasse zur Verfügung stellen.
  4. Neu ist darüber hinaus, dass Pflegebedürftige, die keine Einschränkung der Alltagskompetenz haben, ebenfalls zusätzliche  Betreuungs- und Entlastungsleistungen in Anspruch nehmen können. Die Kosten hierfür werden bis zu einem Betrag in Höhe von 104 € monatlich ersetzt.
  5. Die bisherige Betreuungsleistung erhöht sich beim Grundbetrag auf 104 € und beim erhöhten Betrag auf 208 €.

 

Pflegeneuausrichtungsgesetz zum Thema Demenz

Der Gesetzgeber möchte Personen mit Einschränkungen der Alltagskompetenz, also Menschen mit demenziellen Erkrankungen, geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen, die zuhause betreut werden, finanziell besser stellen als bisher.

Daher treten ab 01.01.2013 folgende Änderungen in Kraft:

Zu den bereits bewilligten „Zusätzlichen Betreuungsleistungen“ in Höhe von 100,00 bzw. 200,00 Euro erhalten die oben genannten Personen höhere Pflegeleistungen:

Pflegestufe 0   Pflegegeld 120,00 Euro   oder Pflegesachleistung 225,00 Euro
Pflegestufe 1   Pflegegeld 305,00 Euro   oder Pflegesachleistung 665,00 Euro
Pflegestufe 2   Pflegegeld 525,00 Euro    oder Pflegesachleistung 1.250,00 Euro
Pflegestufe 3   keine weitere Erhöhung der bisher gezahlten Beträge

 

Das Hirn ist politisch

Konservativ oder liberal: Da gibt´s Unterschiede unter der Schädeldecke

Immer wieder erlebt man, wie unversöhnlich sich Menschen über Politik streiten können. Man wird schnell persönlich, driftet schnell in den Streit, mitunter begegnen sich die politischen Lager mit abgrundtiefem Hass. Eine mögliche – hirnanatomische – Erklärung für dieses Phänomen haben englische Wissenschaftler gefunden. Das Forscherteam um Ryota Kanai vom University College in London unterzog 90 Versuchspersonen zunächst einem Test, in dem deren politische Gesinnung mit Hilfe einer Fünf-Punkte-Skala erfasst wurde. Dann wurde ihr Gehirn per Magnetresonanz (MRT) gescannt, um evtl. vorhandene Unterschiede bildlich darstellen zu können. Das Ergebnis: Die rechtskonservativen Probanden zeigten im Scan eine deutliche Vergrößerung der rechten Amygdala, während bei den Linksliberalen mehr graue Hirnmasse im vorderen Hirngürtel sichtbar wurde. Beide Regionen gehören zum limbischen System, erfüllen dort aber recht unterschiedliche Aufgaben. Während die Amygdala vor allem bei Angst und dem Unterscheiden von Freund und Feind aktiv wird, vermittelt der vordere Hirngürtel die Fähigkeit, mit Konflikten und Unsicherheiten umzugehen. „Unsere Ergebnisse sind keineswegs zufällig“, so Kanai. „Mit unserer Methode zum Unterscheiden von Konservativen und Liberalen auf Grundlage von MRT-Aufnahmen erzielen wir eine Treffferquote von über 70 Prozent“. Das sei deutlich höher als bei einem Münzwurf.

Frühere Studien konnten bereits zeigen, dass politische Einstellungen mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen einhergehen. Demnach sind konservative Menschen anfällig für Ängste durch Dinge oder Menschen, die sie nicht kennen, während die liberale Gesinnung sich durch eine größere Offenheit gegenüber Unbekanntem zeigt. „Mit unserer Studie haben wir nun auch eine biologische Grundlage für diese Charakterunterschiede gefunden“, betont Kanai. Ähnliche Untersuchungen böten sich nun auch für andere Einstellungsangelegenheiten an, so das optimistische Fazit des Neuro-Wissenschaftlers. So könnte man beispielsweise die Gehirne der kleinen, aber treuen Gemeinde der Mac-Anwender mit denen von üblichen PC-Usern vergleichen.

Allerdings geben die englischen Forscher auch zu, dass ihre Arbeit einige Fragen offen lässt. So sei vor allem noch zu klären, ob die hirnstrukturellen Unterschiede die politischen Differenzen verursachen oder aber umgekehrt deren Folge sind. Dazu wäre eigentlich eine Interventionsstudie nötig, in der man einen Menschen intensiv manipuliert und politisch umpolt – und dabei fortwährend MRT-Aufnahmen von seinem Hirn schiesst. Solche Studien dürften in den Ethik-Kommissionen keine Chance auf Zulassung haben.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger, Montag, 30. April 2012

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